Die Grammlichs

Pflege­hinweise

Unterschiedliche Oberflächen haben unterschiedliche Ansprüche
an die Pflege!

Neben den produkt- und warentypischen Eigenschaften ist selbstverständlich auch der Gebrauch, der Standort, Licht, Sonne oder Raumklima Ihres neuen Möbelstückes von Bedeutung. Deshalb haben wir Ihnen einige wichtige Reinigungs- und Pflegehinweise aufgelistet, die Ihnen lange Freude an Ihren Möbel garantieren.

Polsterstoffe

Pflege von Deko- und Polsterstoffen

Grundsätzlich sollten Sie Polstermöbel in regelmäßigen Abständen mit dem Staubsauger (Schongang) reinigen oder mit einer weichen Bürste (nur mit dem Strich) abbürsten. Dies ist wichtig, weil sich auf dem Polsterstoff auch Sandkörnchen ablagern, die den Stoff sehr schnell beschädigen können. Zugleich verhindern Sie damit, dass Verschmutzungen zu intensiv werden und womöglich nicht mehr zu säubern sind. Für eine gründliche Reinigung und die Entfernung von Flecken reicht das allerdings nicht aus.

Grundsätzliches zur Fleckentfernung

Guter Rat ist hier oft teuer, denn Sie sollten für die jeweilige Verschmutzung das entsprechende Reinigungsmittel zur Hand haben. Auch der Polsterbezug, das Material, die Webart und der allgemeine Zustand des Polstermöbels spielen dabei eine wichtige Rolle. Da jeder Stoff anders auf Reinigungsmittel reagiert, können Sie Ihre Polstermöbel durch chemische Substanzen sehr schnell zerstören. Deshalb: Bei Fleckenentfernung immer an einen Reinigungs-Fachbetrieb wenden! Ihrem Möbel zuliebe. Was Sie allerdings tun sollten: Wenn Sie irgendeine Flüssigkeit über Ihrem Polstermöbel verschütten - welche auch immer -, entfernen Sie sie sofort mit saugfähigem Material (das nicht färbt!).

Nicht vergessen: Vorprüfung vor der Reinigung

  • Entfernen Sie zuerst den Staub, bevor Sie die Vorprüfung durchführen.
  • Prüfen Sie nun die Farbechtheit und Oberflächenveränderung des Polsterbezugs:
    Reiben Sie mit einem weißen, weichen, sauberen Tuch, das mit Reinigungs- oder Fleckenentfernungsmittel getränkt ist, an einer verdeckten Stelle.
  • Lassen Sie die Stelle gut austrocknen, bevor Sie sie beurteilen und an den eigentlichen Fleck herangehen.
  • Diese Prüfung muß auch bei naturfarbenen Bezügen durchgeführt werden

Leder

Ledermöbel haben ein exklusives Aussehen und sind robuster als Polstermöbel mit Stoffüberzug. Trotzdem reagieren sie auf Licht und Feuchtigkeit empfindlich. Direkte Sonneneinstrahlung und Nässe greifen das Material an. Schnell kann daher die Freude an Ihrer Ledercouch verdorben sein. Damit das Leder geschmeidig bleibt und keine unschönen Flecken aufweist, müssen diese Möbelstücke ausreichend gepflegt werden.

Allgemeine Tipps zur Ledermöbel Pflege

Ledermöbel sollten einmal pro Woche mit einem Staubtuch abgewischt werden. Andernfalls dringen die winzigen Schmutzpartikel in die Lederporen ein. Vor und nach der winterlichen Heizperiode sollte das Möbelstück mit einem Lederreinigungsmittel oder Schmierseife feucht abgewaschen werden. Bei starker und angetrockneter Verschmutzung können Sie auch Feinwaschmittel in das Wasser geben. Da aber verschiedene Lederarten empfindlich auf Reinigungsmittel reagieren können, sollten Sie besonders bei Nubuk- und Veloursleder die Säuberung nur mit einem in Wasser getränkten Tuch vornehmen. Um die Geschmeidigkeit des Leders zu bewahren, reiben Sie die Oberfläche nach der Reinigung mit Ledermilch oder –Schaum ein. Halten Sie scharfe Gegenstände von Ihren Möbelstücken fern. Auch lange Fingernägel können das Leder aufrauen!

Fleckenentfernung

Während Fettflecken über die Zeit durch das atmungsaktive Leder von selbst verschwinden, sind andere Substanzen nicht so leicht zu reinigen. Um den Fleck schon in seiner Entstehung nach Möglichkeit klein zu halten, legen Sie saugfähiges Küchenpapier darauf. Das Papier fängt die Flüssigkeit ein, ohne dass Sie durch Reiben die Verschmutzung vergrößern. Verwenden Sie niemals lösungsmittelhaltige Fleckenentferner. Diese greifen das Leder an, verfärben es zusätzlich und trocknen das Material aus. Wachsflecken sollten direkt nach der Erstarrung vom Leder abgehoben werden. Sollten die eingedrungenen Überreste des Wachses mit der Zeit nicht verschwinden, ist die Behandlung mit spezieller Ledermöbel Pflege notwendig. Getränkeflecken lassen sich mit einer Neufärbung des Leders verdecken. Im Handel erhalten Sie dazu Färbemittel in den unterschiedlichsten Farbtönen. Erkundigen Sie sich vorher, welches Ledermöbel Pflege Produkt für welche Lederart geeignet ist.

Holz

Staub ist ein hartnäckiger Geselle. Liegt er längere Zeit, lässt er sich mit einem trockenen Tuch oft nicht mehr rückstandsfrei entfernen. Massivholzmöbel bekommen dann einen Grauschleier. Hier hilft ein weiches Tuch, das mit ein wenig Wasser benetzt wird. Es darf aber keineswegs nass sein und sollte nur mit leichtem Druck eingesetzt werden. So lässt sich der Schmutz problemlos entfernen und die Möbel sehen hinterher aus wie am ersten Tag.

Mindestens genauso wichtig wie die Reinigung ist die anschließende Pflege des Holzes: Bei Öl- oder Wachsoberflächen sollten die vom Schmutz befreiten Flächen des Möbels mit entsprechenden Ölen oder Wachsen versiegelt werden.

Pflege mit Ölen und Wachsen

Öle dringen schnell in die Holzoberfläche ein und lassen die Poren des Naturmaterials offen. Dadurch kann das Holz einen großen Vorteil ausspielen: Es nimmt überschüssige Luftfeuchtigkeit auf, gibt sie bei Bedarf wieder ab und wirkt so Raumklima regulierend. Zusätzlich wird die Farbe und die Maserung des Holzes aufgefrischt und das Möbelstück wirkt wieder wie neu. Besonders für die Pflege geeignet sind Lein-, Raps-, Oliven- und Walnussöl, die bei regelmäßiger Anwendung für eine dauerhaft schöne und glänzende Möbeloberfläche sorgen.

Denselben Effekt erzielt man mit Wachs, das gleichzeitig für einen hohen Abriebschutz sorgt. Verwendet wird für das Wachsen normalerweise Carnauba-Wachs, das mit Bienenwachs gemischt wird. Ebenfalls zum Einsatz kommen Mischungen mit Leinöl. Der Vorteil: Der erzielte Glanz ist dauerhaft und die behandelte Oberfläche weist Wasser sehr gut ab. Je geringer der Leinölanteil bei dieser Behandlungsmethode ist, umso härter wird das aufgetragene Wachs und umso dauerhafter wird die Holzoberfläche geschützt.

Kunststoffe

Kunststoffe und auch Kunstleder gehören zu den robustesten Stoffen und zu den pflegeleichtesten. Einfache Verschmutzungen lassen sich mit herkömmlichen Seifen und Reinigern säubern und entfernen. Natürlich gibt es auch dafür spezielle Reinigungsmittel aus dem Fachhandel, diese sind meist mit aggressiveren Stoffen versehen, sodass sie besonders gut und schnell reinigen. Doch besonders bei leichten Flecken und Flüssigkeiten genügt manchmal schon ein einfaches Küchentuch, welches die Flecken aufsaugt und eine sauber Oberfläche hinterlässt. Ölige Flecken und Schmiere kann mit warmem Wasser und etwas Seife gereinigt werden. Das warme Seifenwasser bindet die Öle und lässt die Flecken verschwinden. Hartnäckige und eingetrocknete Makel sind mit etwas Anstrengung und dem richtigen Reinigungsmittel auch entfernbar.

Alltäglicher Staub, Feuchtigkeiten und andere Flecken können mit einem einfachen Reinigungstuch oder einem Staubtuch, etwas warmem Wasser und einem Spritzer Seife einfach und schnell beseitigt werden. Kunststoff wird nicht nur für Stühle, Tische und herkömmliche Gartenmöbel verwendet, auch Arbeitsplatten und Küchenmöbel sind häufig mit Kunststoff beschichtet. Es sollte allerdings bei der Reinigung der Oberflächen darauf geachtet werden, dass kleine Schmutzpartikel diese nicht zerkratzen. Dabei sind feuchte Tücher behilflich.

Mit Hilfe eines Schutzmittels kann zusätzlich auch die Oberfläche geschützt werden und so das Eindringen von Verschmutzungen und Staub verhindert werden. Auf diese Art und Weise wird zusätzlich die Oberfläche konserviert. Da das Material so kräftig ist, schadet es auch nicht, wenn hart sitzende Flecken mit einer Bürste entfernt werden. Aggressivere Reinigungsmittel schaden der Kunststoffoberfläche in sonderbar, natürlich sollten keine ätzenden Materialien genutzt werden.

Lack

Wenn Sie ein Möbelstück kaufen, das Fronten oder Seitenteile in Hochglanz-Ausführung besitzt, ist daran bei der Auslieferung meistens eine Folie angebracht, um das Dekor vor Kratzern zu schützen.
Nach dem Entfernen dieser Folie sind die Oberflächen einige Stunden lang relativ empfindlich, so dass Sie diese besonders pfleglich behandeln sollten.

Fast alle Lackmöbel werden durch eine dicke Schutzschicht vor Staub und Schmutz geschützt. Deshalb reicht es, den Staub und Schmutz mit einem leicht feuchten Tuch zu entfernen und die Oberfläche dann mit einem weichen Tuch trocken zu wischen.
Ein nebelfeuchtes, weiches Tuch (kein Microfaser) entfernt Fingerabdrücke und kleine Gebrauchsspuren. Einige Spritzer Glasreiniger oder ein Schuss Spiritus im Wasser helfen gegen hartnäckigere Flecken. Anschließend unbedingt trocken und mit wenig Druck nachwischen!

Absolut zu vermeiden sind scharfe Reinigungsmittel oder zu kräftiges Reiben, beides greift die Lackschicht an, sorgt für matte oder farblose Stellen. Kleine Kratzer lassen sich entweder mit einem Lackstift kaschieren oder mit einem speziellen Polierset vom Möbelhersteller entfernen.

Glas

Glasmöbel bedürfen des Staubes und der Fingerabdrücke wegen einer häufigen Pflege.
Dafür ist die Pflege auch denkbar einfach: Glasreiniger oder Seifenwasser verwenden. Am besten sprüht man es nicht direkt auf das Glas, sondern auf den zu verwendeden Lappen. So werden andere Materialien nicht ungewollt angegriffen.
Streifenfreie Resultate erzielt man mit zusammengeknülltem Zeitungspapier oder einem Microfasertuch.

Sind hartnäckige Verschmutzungen anhaftend, dürfen handelsübliche Lösungsmittel wie Spiritus oder Isopropanol zum Einsatz kommen. Dabei unbedingt auf die Verträglichkeit mit den angrenzenden Materialien achten! Alkalische Laugen, Säuren oder flouridhaltige Mittel dürfen nicht verwendet werden.